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Der Tag, an dem ich France traf

Blog von Peter Kamien (Mein Slowenien) | 25. Januar 2018


Der 8. Februar in Kranj.

Das ist der Prešeren-Tag und die Stadt Kranj feiert Ihren großen Sohn gewaltig. Slowenien hat ihm einen Feiertag gewidmet und einen Platz auf der 2-Euro-Münze!

 

 

France Prešeren, Rechtsanwalt und der größte Dichter Sloweniens lebte von 1800 bis 1849 und lebte lange Zeit im Zentrum der Oberkrain, in der Stadt Kranj. Von ihm stammt unter anderem der Text der slowenischen Nationalhymne.

 

 

Kranj widmet ihm ein monumentales Denkmal, dazu ein Theater,

 

 

ein besuchenswertes Museum in seinem Wohnhaus, eine Bar

 

 

und auch ein Delikatessen-Shop. (Sein Spitzname war Dr. Feige, weil er immer die Taschen voller Feigen – in dieser Zeit eine kostbare Delikatesse – für die Kinder auf der Straße hatte.

 

 

Und dazu einen eigenen Tag mit einem Fest und einem Markt. In diesen Tagen fühlt man sich in Kranj zurückversetzt in die Zeit der Romantik:

 

  

Kranjs Bürger lieben es, sich in diesen Tagen in historische Kostüme zu verkleiden und in der Innenstadt zu flanieren. Und da kann man Herrn Prešeren dann auch direkt begegnen.

 

 

Konzerte mit namhaften Künstlern finden statt, auf dem Markt bieten die heimischen Wirte ihre Köstlichkeiten in einer Art „Offene Küche“ an, für die sich schon alleine ein Besuch lohnt.

 

 

 

Die Bauern der Region bieten Ihre Spezialitäten zum Kosten und Kaufen an und eine lokale Brauerei schenkt ihr handwerklich gebrautes Bier aus – das Kranj-Bier, mein Lieblingsbier übrigens. Kunsthandwerk wird auf den Straßen angeboten, Chöre treten an allen Ecken auf.

 

 

Der Prešeren-Tag ist sicher das bedeutendste Ereignis Sloweniens für einen Kultur-Kurzurlaub.

 

Am 8. Februar um 11.00 Uhr geht’s los – und dann wird gefeiert.

 

 

Das Video hier sollten Sie sich unbedingt anschauen. Es zeigt stimmungsvoll, wie der Prešeren-Tag in Kranj gefeiert wird.

 

Und das die Feierlichkeiten dann am 10. Februar direkt in den berühmten Karneval von Kranj übergehen, ist sicher ganz im Sinne des großen Dichters.