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Manca Čujež: Kranj ganz an der Spitze der Weltmeisterschaft im Klettern

Die Sporthalle in Zlato Polje wird auch dieses Jahr zum Veranstaltungsort für den Kletterweltcup. Die Meisterschaft in Kranj ist unter Sportlern sehr beliebt und wohl bekannt.

 

Manca Čujež, die PR-Beauftragte des slowenischen Bergsport-Verbands, unterhielt sich mit uns darüber, wie die Hauptstadt von Gorenjska es zur Weltspitze des Sportkletterns schaffte, darüber, was für eine Atmosphäre die Fans herbeizaubern und sie sagte uns, dass die slowenische Nationalhymne Zdravljica ganz bestimmt dort wieder zu hören sein wird. Am 11. in 12. November wird Kranj schon zum 22. Mal hintereinander zum Gastgeber des Finales der Weltmeisterschaft im Sportklettern.


Wie kam Kranj dazu, ganz zur Spitze des Klettersports zu steigen?

Wenn wir einen Blick werfen möchten in den Hintergrund der Entstehung von Kletter-Weltmeisterschaftswettkämpfen in Slowenien, sollten wir mit 1988 beginnen. Damals fand nämlich in Osp der erste Wettkampf dieser Art statt (noch auf natürlicher Felswand). Ein wichtiger Wendepunkt auf dem Weg zum Weltcup war 1990, als Kranj zum ersten Mal Gastgeber eines Master-Wettkampfs war. In Zusammenarbeit mit Tomo Česen hat der damalige Sportverband Kranj die besten Kletterer aus der ganzen Welt dazu eingeladen. Nach einigen Master-Wettkämpfen war das nächste Ziel natürlich klar – eine Weltmeisterschaft zu organisieren. Die neue Sporthalle von Zlato Polje erhielt eine Kletterwand, wodurch solche Veranstaltungen möglich wurden. Im Herbst 1996 fand die erste Sportkletter-Weltmeisterschaft in Kranj statt, an der 152 Wettkämpfer aus 24 Ländern teilnahmen. Heute können wir ganz unbescheiden sagen, dass die Meisterschaft von Kranj einer der am besten durchgeführten Weltcupwettkämpfe ist. Dies wurde uns bestätigt durch zahlreiche Kommentare in ausländischen und slowenischen Medien. Keine andere Stadt hat so viele Weltcupwettkämpfe wie Kranj. Traditionellerweise können sich mit Kranj nur noch die beiden weltgrößten Master-Wettkämpfe messen – Serre Chevalier und Arco. Slowenien ist auch das erste und einzige Land, in dem das Finale im Live-Fernsehen übertragen wird.


Wie viele ausländische Teams werden an diesjährigem Weltcup teilnehmen und wie ist ihre Beziehung zu Wettkämpfen in Kranj?

Es macht uns stolz von unseren Gästen zu hören, dass es für sie immer was ganz Besonderes ist, nach Kranj zu kommen. Die genaue Zahl der Wettkämpfer ist im Moment noch nicht bekannt, weil die Anmeldungen noch nicht abgeschlossen wurden. Wir erwarten aber eine ähnliche Teilnehmerzahl wie letztes Jahr, als in Kranj mehr als 120 Kletterer aus 23 Ländern auftraten. Das Sportklettern-Weltmeisterschaftsfinale in Kranj gilt als eines der am besten organisierten und eines der beliebtesten unter Kletterern. Dadurch fand der Bergsport-Verband Sloweniens seinen Platz unter größeren Sportverbänden auch auf dem Gebiet des Wettkampfsports und wurde – so wie auch die Stadt Kranj – sichtbarer und angesehener in Slowenien und auch im Ausland.

 

Die slowenischen Sportkletterer und Sportkletterinnen sind mittlerweile unverzichtbar geworden an der Weltspitze dieses Sports. Können die Zuschauer auch dieses Jahr erwarten, dass einige von ihnen in Kranj wieder auf den Siegertreppchen stehen?

Ganz sicher wird man in der Sporthalle von Zlato Polje die slowenische Nationalhymne Zdravljica hören, dieser Wettkampf wird nämlich der letzte in der Saison sein und Janja Garnbret ist bereits die Gewinnerin von diesjährigen Wettkämpfen in Lead- oder Schwierigkeitsklettern und in der Kombination. Da ist auch noch Mina Markovič, vierfache Gewinnerin von Kranj-Weltcups, Europa-Vizemeisterin 2017 in Schwierigkeitsklettern und dreifache Weltcup-Gewinnerin. Sie hält auch den Rekord für die Zahl der Auftritte in Kranj, denn das wird für sie schon das vierzehnte Mal sein. Letztes Jahr hörten wir die slowenische Nationalhymne auch fürDomen Škofic, den Weltmeister 2016 in Schwierigkeitsklettern, und auch dieses Jahr hat er schon so Einiges gewonnen. Beim Wettbewerb auf heimischem Boden werden wieder viele slowenische Sportler erwartet und vielleicht gibt es auch die eine oder andere angenehme Überraschung. Aber alle Kletterer werden sich über den Jubel der Menge im Saal freuen.

 

Die Fans sorgen stets für eine phänomenale Atmosphäre in der Sporthalle von Zlato Polje. Wie trägt eine solche Stimmung dazu bei, dass die slowenischen Kletterer und Kletterinnen bessere Resultate erzielen und dass die Veranstaltung insgesamt gut gelingt?

Begeisterte und leidenschaftliche Fans sind die, die dem Weltcup von Kranj seine besondere Note geben. Die Halle in Zlato Polje ist jedes Jahr bis zum letzten Platz ausgebucht, das Publikum unterstützt laut und aufmunternd den Auftritt von jedem Kletterer. Den Wettkämpfer und Wettkämpferinnen aus Slowenien verleiht solches Anfeuern Flügel und so erreichen sie Erstaunliches. Auch sie selbst sagen immer wieder gerne, dass ihnen die Unterstützung des Heimpublikums sehr viel bedeutet.

 

Was würden Sie all jenen sagen, die sich noch nicht entschieden haben, ob sie am 11. und 12. November Weltmeisterschaft im Klettern live dabei sind?

Zusätzlich zu diesem echten Sportspektakel, das es auf keinen Fall zu verpassen gilt, gibt es auch dieses Jahr ein vielfältiges Begleitprogramm mit kreativen Workshops für Kinder, einer Mini-Olympiade mit Foksi und Vorführungen von Kletterfilmen aus dem Archiv des Bergfilm-Festivals (Festival gorniškega filma). Zum Aufwärmen vor dem Höhepunkt der Meisterschaft gibt es am 9. November in Kranj eine Vorlesung von Adam Ondra, dem momentan besten Kletterer der Welt, der dieses Jahr die Latte für den Klettersport noch höher stellte, indem er als erster eine Route mit Schwierigkeitsgrad 9c geklettert hat. Das Publikum von Kranj kennt ihn schon sehr gut, denn er stand hier schon dreimal auf der Siegertreppe. Es ist wichtig noch zu erwähnen, dass die Erfolge von slowenischen Kletterinnen und Klettern, die schon seit Jahren an der Weltspitze des Sportkletterns mitmischen, das Resultat ist von guter, geplanter und kontinuierlicher Arbeit der Teams, Trainer und Sportler, ihrer leidenschaftlichen Hingabe und Anstrengung, deshalb verdienen sie auf heimischem Terrain auch dieses Jahr eine starke Unterstützung direkt im Saal. Also noch einmal: Herzlich willkommen!