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Planica! Ok. Aber wo sind die Sprungschanzen?

Blog von Peter Kamien (Mein Slowenien) | 26. Mai 2018


Dieser Satz wird wohl einem Touristenpärchen so rausgerutscht sein, als sie ihr vermeintliches Tagesziel erreichten. Planica, das hatten sie so in ihr Navigationssystem eingegeben, sie wollten die unglaubliche Flugschanze bewundern, aber da war keine!

 

 

Dafür aber ein kleines, bezauberndes Dorf und ein Bauernhof, über den ich heute berichten möchte. Sie sind in Planica bei Kranj gelandet – ohne Telemark, dafür aber um eine wertvolle Erfahrung reicher. Das Planica mit seinen Sprunschanzen liegt ca. 30 km weiter in nordwestlicher Richtung nahe der italienischen Grenze.

 

 

Das Planica, um das es hier geht, erreicht man von Kranj aus, zu Fuß in ca. zwei Stunden, aber „ruhig Blut“, man kann auch mit dem Auto hinauffahren. Es ist ein kleines Dorf hoch über Kranj auf ca. 1000 m inmitten einem Paradies für Mountainbiker und Wanderer.

 

 

 

Mit dem Wort Geheimtipp wird gerne einmal angegeben, aber für dieses Dorf gibt es wirklich einen: Einen Bauernhof, der zum Essen einlädt. Pr’Brčnik heißt er und man kann ihn nicht verfehlen. Man steht genau davor, wenn die Fahrstraße hinauf zu Ende  ist. Man sollte ihn auch nicht verfehlen, denn was dort auf den Tisch gezaubert wird, entschädigt für jede Sprungschanze der Welt. Eine Speisekarte gibt es nicht. Gegessen wird, was auf auf den Tisch kommt. Und das bestimmt Mira, die wunderbare Chefin zum einen und zum anderen bestimmt es die Jahreszeit der eigene Stall und vor allem der eigene Garten. Was hier serviert wird stammt wirklich von hier, ist absolut frisch und hat Bioqualität.

 

 

Diesen Ausflug hab ich zwei Girls von Kranj zu verdanken: Lili von Ines Tours in Kranj(Slowenienurlaub? Lili fragen) und von Tatjana der Besitzerin  des romantischen Hotels Actum in der charmanten Altstadt von Kranj. Und wenn Tatjana sagt, „wir müssen dort unbedingt mal hin“, dann müssen wir dahin. Sie weiß, was gut ist.

 

 

Der obligatorische Begrüßungsschnaps ist natürlich hausgemacht – domači – heißt das hier, aus der Tepka-Birne, einer regionalen Köstlichkeit und die Bäume stehen im Garten hinter dem Haus.

 

 

 

 

Genau den Salat und den Spargel auf meinem Teller habe ich wirklich 20 Minuten vorher noch wachsen gesehen.

 

 

Ofenwarmes Brot, direkt aus der Küche.

 

 

Das Fleisch ist schmackhaft, zart wie Butter und auf den Punkt gegart.

 

 

Die Struklji als Dessert können sich mit denen meiner Gorenjska-Schwiegermutter messen und das will schon was heißen.

 

 

Das fehlgeleitete Touristenpärchen hat uns verraten, dass es dem Navigationssystem ihres Autos ewig dankbar sein wird, dass es sie hierher in die unberührte Natur über Kranj geführt hat.

 

Mira, die Chefin des Bauernhofes Pri'Brčnik ist etwas scheu. Ein Bild von ihr wollte sie nicht, aber sie hat mit erlaubt die Telefonnummer zu veröffentlichen. Reservierungen sind nicht unbedingt notwendig, wenn man zu zweit kommt. Wenn die Wandergruppe oder die Radlergruppe etwas größer ist, sollte man vorher besser anrufen:

 

Tel. (00386) 42 311797.

 

Donnerstag ist Ruhetag, ansonsten ist der Hof offen von 12.00 bis 22.00 und am Wochenende von 10.00 bis 22.00 Uhr.