Simon Jenko

Wir möchten Ihnen einen der bekanntesten Kranjer vorstellen, Simon Jenko – Dichter und Schriftsteller.

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5 wichtige Informationen:

Der bedeutendste slowenische Dichter der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Als Dichter inhaltlich zwischen Romantik und Realismus angesiedelt.

Autor von Kurzgeschichten mit psychologischen Charakterstudien und humoristischer Ironie.

Autor der inoffiziellen slowenischen Hymne Naprej, zastava Slave (Vorwärts, Fahne der Slawen).

Er wurde in Kranj begraben, und mehrere Institutionen der Stadt sind nach ihm benannt.

Kurze Biografie:

Simon Jenko wurde am 27. Oktober 1835 als Sohn einer Bauernfamilie im Dorf Podreča zwischen den Flüssen Save und Sora südlich von Kranj geboren. Er besuchte die Grundschule in Smlednik und Kranj und dann das Franziskanergymnasium in Novo mesto, wofür er von seinem Onkel, einem Priester, finanziell unterstützt wurde. Das Gymnasium schloss er in Ljubljana ab, wo er begann, Gedichte zu schreiben und sie in der geheimen Studentenzeitung Vaje zu veröffentlichen, die junge Schriftsteller namens „Vajevci“ zusammenbrachte. Auf Wunsch seiner Eltern besuchte er die theologische Fakultät in Klagenfurt. Da er jedoch kein Priester werden wollte, ging er nach einem Jahr nach Wien, um Jura zu studieren, schloss sein Studium jedoch nicht ab. Er erhielt ein Knafelj-Stipendium und arbeitete als Hauslehrer. Er schrieb regelmäßig Gedichte mit Themen wie Liebe und Patriotismus, besonders berühmte Gedichte sind Naprej, zastava Slave und Adriatisches Meer. In seiner Lyrik befreite er sich allmählich vom Einfluss der Gedichten Prešerens und ließ sich mehr vom deutschen Dichter Heinrich Heine inspirieren. Er schrieb auch Prosa, wobei er präzise psychologisch gezeichnete Charaktere und Ironie einfließen ließ, insbesondere in den Romanen Tilka und Der Lehrer von Jeprca. 1863 erhielt er eine Anstellung als Rechtsreferendar in Kranj, arbeitete eine Zeit lang in Kamnik und kehrte dann nach Kranj zurück. 1865 veröffentlichte er seinen einzigen Gedichtband „Pesmi“ (Gedichte), der jedoch wenig Anklang fand. In Kranj erkrankte er an Enzephalitis und starb am 18. Oktober 1869, kurz vor seinem 34. Geburtstag.

Gedenkstätten für Jenko in Kranj und Umgebung:

Obwohl die Erinnerung an France Prešeren in Kranj besonders präsent ist, wurde sein Nachfolger Simon Jenko nicht vergessen. Bereits 1873 wurde ihm zu Ehren auf dem Stadtfriedhof, wo er begraben wurde und wo sich heute der Prešeren-Hain befindet, ein Marmorgrabstein mit einem Porträtmedaillon feierlich enthüllt.

Das Denkmal wurde unentgeltlich von Vater und Sohn Janez Sr. und Janez Jr. Vurnik aus der Steinmetzwerkstatt Radovljica angefertigt. 1923 ließ der Nationale Lesesaal in Kranj eine Gedenktafel an seinem Sterbehaus an der Ecke Tomšič-Straße und Pot na kolodvor anbringen.

Mehrere Institutionen in der Stadt wurden nach ihm benannt, darunter die Simon-Jenko-Grundschule und die Simon-Jenko-Buchhandlung, in denen auch Büsten des Dichters stehen. In der Stadtbibliothek Kranj kann man Ivan Pregls Roman Simon iz Praš ausleihen, der den Lebensweg des Dichters beschreibt.

Im Prešeren-Haus gab es einst ein Jenko-Gedenkzimmer, das heute nicht mehr existiert. Heute beherbergt das Jenkos Residenz eine kleine Ausstellung und befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus. Der Name des Dichters lebt auch durch den Jenko-Preis weiter, der vom slowenischen Schriftstellerverband für die beste Gedichtsammlung der letzten zwei Jahre verliehen wird.

Auch in seinem Geburtsdorf Podreča wurde dem Dichter ein Denkmal gesetzt: Mitten im Dorf, an der Stelle seines Geburtshauses, steht ein Denkmal mit einer Büste und in der Nähe verläuft ein Wanderweg, der nach dem Lehrer von Jeprca benannt ist.

LOREM IPSUM DE

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